Vorsicht vor gefälschten Inkassoschreiben!
So schützt du dich

Immer wieder tauchen gefälschte Inkassoschreiben auf. Diese Betrugsmasche zielt darauf ab, Menschen durch Drohungen und unbegründete Forderungen zu verunsichern und zur Zahlung zu bewegen. Als Verbraucher ist es wichtig, die Merkmale dieser Fälschungen zu kennen, um sich wirksam davor zu schützen. 

Woran du gefälschte Inkassoschreiben erkennst

Die Betrüger werden immer professioneller, aber es gibt dennoch klare Anzeichen, die auf einen Betrug hindeuten.

1. Prüfe das Rechtsdienstleistungsregister

Seriöse Inkassounternehmen müssen in Deutschland im Rechtsdienstleistungsregister eingetragen sein. Fehlt ein Unternehmen dort, ist das ein klares Warnsignal. Überprüfe die Registrierung auf der offiziellen Website des Registers.

2. Achte auf ausländische Bankverbindungen

Echte Inkassounternehmen aus Deutschland verwenden fast immer eine deutsche Bankverbindung. Taucht eine IBAN auf, die nicht mit „DE“ beginnt, solltest du misstrauisch werden. Überprüfe auch, ob der Empfängername der Bankverbindung mit dem Unternehmen im Schreiben übereinstimmt.

3. Überprüfe die Details der Forderung

Gefälschte Schreiben enthalten oft unvollständige oder erfundene Informationen. Häufig fehlen wichtige Angaben wie der genaue Gläubigername, die Rechnungsnummer oder der Grund der Forderung. Wenn du die Forderung nicht nachvollziehen kannst und die Angaben vage bleiben, ist Vorsicht geboten.

4. Lass dich nicht von Drohungen verunsichern

Betrüger versuchen, dich unter Druck zu setzen, indem sie mit sofortigen Pfändungen, Lohnabzügen oder negativen Schufa-Einträgen drohen. Solche Maßnahmen sind jedoch nicht ohne einen gültigen, vollstreckbaren Titel möglich. Lass dich von solchen Drohungen nicht verunsichern.

Was du tun solltest, wenn du ein verdächtiges Schreiben erhältst

  1. Nicht zahlen! Überweise niemals Geld, wenn du Zweifel an der Echtheit der Forderung hast.

  2. Kontaktiere die Polizei. Erstatte Anzeige. Auch wenn der Betrag gering ist, hilft jede Meldung, die Betrüger zu stoppen.

  3. Informiere die Inkassoverbände. Verbände wie der Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen (BDIU) nehmen Hinweise zu unseriösen Praktiken entgegen.

Bleib wachsam und schütze dich vor diesen Betrugsmaschen.

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Fragen und Antworten zu gefälschten Inkassoschreiben

Handle sofort! Kontaktiere umgehend deine Bank und frage nach, ob die Zahlung noch gestoppt oder zurückgebucht werden kann. Bei Überweisungen zählt jede Minute. Erstatte außerdem Anzeige bei der Polizei (das geht oft online). Auch wenn es dir unangenehm ist: Nur durch eine Anzeige können die Behörden die Täter jagen.

Geh auf www.rechtsdienstleistungsregister.de und gib den Namen der Firma ein, die dir geschrieben hat. Wenn du dort keinen Eintrag findest, ist das Unternehmen in Deutschland nicht zugelassen. Vergleiche auch die dort hinterlegte Adresse mit der auf deinem Brief – Betrüger nutzen oft echte Firmennamen, aber geben ihre eigene Bankverbindung an.

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